Tutorial -Fangbilder bearbeiten und aufwerten
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Das
Einsteiger Tutorial - Fangbilder bearbeiten und aufwerten - von Thomas
Kemper
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Das Internet - der Platz in dem immer mehr und mehr Fangbilder von Anglern präsentiert werden. Doch was sieht man oft? Schlechte Bilder, flaue Farben, verzerrte Bilder, schiefe Hintergründe etc. Dieses Tutorial soll dem Abhilfe schaffen. Es wird hier gezeigt werden, wie man Bilder richtig für das Internet aufbereitet und präsentiert. Es geht hier nicht um Bildmanipulationen, Retuschen oder um das Einfügen von Logos, sondern um die standarisierte Aufarbeitung für das Internet. Die hier gezeigten Schritte wurden von mir in den letzten Jahren tausendfach durchgeführt und zeigen lediglich meine Arbeitsweise. Es gibt sicher auch andere Methoden um zu einem ähnlichen Erfolg zu kommen, doch die Arbeitsschritte werden sich bestimmt ähneln. Als Software für diese Schritte dient Photoshop 7. Es kann aber auch jede andere PS - Version oder PS Elememts, Image Ready oder auch Gimp, verwendet werden. Als Vorlage für dieses Tutorial wird ein Foto von Frank Schlaak mit einem wunderschönen 121cm Hecht verwendet. Das Foto kommt als .jpg direkt von einer Canon EOS 400 mit einer Bildgröße von 3888 x 2592 Pixeln bei 72dpi. Man könnte aber auch jedes andere JPG, egal von welcher Kamera, verwenden. Man sieht hier das geladene Bild, bei einer Ansichtsgröße von 33,3%.
1. Horizont Der schiefe Horizont ist einer der Anfängerfehler schlechthin. Oft sieht man solche veröffentlichten Bilder und weiss sofort, da hatte jemand kein Auge für das Bild. Bilder die von der Kamera kommen, können schon mal leicht verdreht sein, ob es am schwankenden Boot liegt, an artistischen Verrenkungen des Fotografen oder wie auch immer, es passiert halt. Doch das lässt sich bearbeiten. Das Bild kann ohne Probleme über die Arbeitsfläche gedreht werden. (Anmerkung: Beim Original Bild von Frank war der Horizont gerade, es wurde für dieses Tutorial ein schiefer Horizont eingebaut.)
Der Winkel in dem das Bild gedreht wird, verlangt ein wenig experimentieren, oft genügen schon wenige Prozent. Auch kann mit Nachkommastellen gedreht werden, wenn es mal gar nicht passt! Achtung: Ist im Bildhintergrund ein Uferverlauf als Horizont zu sehen, muss man besonders aufpassen. Hier kann es sein, das die Perspektive eine gewisse Schräge verlangt. Es ist also machmal nicht unbedingt ratsam hier die genaue Horizontale zu verwenden. Dies ist im Einzelfall zu prüfen und verlangt ein besonders gutes perspektivisches Auge. Schwierig wird es auch, wenn die abgebildetet Person, z.B. durch Schräglage des Bootes schief ist, der Horizont jedoch gerade.
Nach dem drehen, nicht erschrecken! Die Arbeitsfläche wird an den entstehenden Flächen mit der Hintergrundfarbe des Farbwählers, in diesem Fall mit Schwarz, aufgefüllt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 2. Beschneiden Nun kann das Bild mit dem Bildbescheidungstool (roter Pfeil) beschnitten werden. Man zieht einfach den gewünschten Rahmen, gleicht diesen durch ziehen ein wenig an, drückt Enter und fertig! Aber Achtung: Durch das Beschneiden legt man die endgültige Bildfläche fest. Es können später fast keine Änderungen mehr vorgenommen werden. Mit dem richtigen Auge findet man leicht, die optisch besten Proportionen von Bildmitte, Rand und Bildinhalt. In dem gezeigten Bild ist die Beschneidung nicht richtig schön durchgeführt. Man sieht rechts neben der Schwanzflosse weniger Platz zum Rand als unter der Flosse. Perfekt wäre das Bild, wenn die Ränder in diesem Fall optisch genau gleich wären. in diesem Fall wurde das Bild zuviel gedreht, es bleiben beim optimalen Beschneiden noch schwarze Ränder der aufgefüllten Fläche. Hier heisst es, rückgängig machen und erneutes drehen bis das Bild passt. Mann könnte die schwarzen Bereiche auch mit Bildinhalten "wegstempeln" aber das würde in diesem Anfängertutorial zu sehr in die Tiefe gehen.
3. Bildgröße Nun wird die Bildgröße festgelegt. Danach ist das Bild genau so groß, wie es später auch im Internet zu sehen sein wird.
Bei Querformatbildern empfiehlt sich eine Bildbreite von 700 Pixeln. Die Höhe des Bildes wird nicht angegeben, hier wird einfach der aus dem Seitenverhältnis errechnete Wert stehengelassen (passiert automatisch) Bei Hochformatbildern sollte man eine geringere Bildbreite verwenden, da sonst die Bildfläche zu groß wird. Hier reichen ca. 500-600 Pixel als Bildbreite. Die Höhe wird auch wieder einfach aus der Perspektive übernommen. Achung: Einige Foren lassen keine Bildbreite von 700 Pixeln zu. Machmal ist schon bei Bildbreiten von 500 Pixeln Schluss. Dies ist im Einzelfall zu prüfen. Diese Restriktion seitens einiger Forenbetreiber ist eigentlich unverständlich, wenn das Bild zur Darstellung nur verlinkt wird. Es muss kein Speicherplatz zur Verfügung gestellt werden. Die nötige Bandbreite und Bildschirmauflösung zur vernünftigen Darstellung solcher Bilder sollte mittlerweile jeder haben und sind für die hier genannten Bildgrößen mittlerweile Standard.
4. Tonwertkorrektur Def. lt. Wikipedia: Die Tonwertkorrektur einer Bildbearbeitungs-Software, wie etwa Adobe Photoshop oder Gimp lässt den Tonwertumfang eines Bildes exakt regulieren. Sie ist eines der bedeutendsten Werkzeuge um Farbsättigung, Helligkeit und Kontrast zu regulieren und liefert in der manuellen Korrektur meist auch die besten Ergebnisse. Das Histogramm dient dabei als Hilfsmittel, um die dunklen und hellen Bereiche zu unterscheiden, die sich daraufhin gezielt korrigieren lassen. Grundsätzlich: Es gibt zwei Möglichkeiten der Tonwertkorrektur. Die Manuelle Tonwertkorrektur und die Auto- Tonwertkorrektur. Beide Möglichkeiten sind durchaus verschieden und müssen von Fall zu Fall unterschiedlich angewandt werden.
Bei der Auto - Tonwertkorrektur heisst es aufpassen. Bei geringem Tonwertumfang kann es zu verfälschten Ergebnissen kommen. Geringen Tonwertumfang haben z. B. Bilder auf denen viel Wasser zu sehen ist, also z. B. Releasebilder, Drillbilder, etc. Hier sind viele Blau- und Grüntöne im Bild vorhanden, so dass die Auto-Tonwertkorrektur nicht den richtigen Abgleich vornehmen kann. Hier ein Beispiel: Dieses Bild unten vom Releasen des Wallers ist direkt von der Kamera, ohne weitere Bearbeitung.
Hier das gleich Bild, nach einer Auto-Tonwertkorrektur. Wie man sieht, ziehen alle Grün- und Blautöne ins Dunkle. Sicher Geschmackssache, aber nach meinem alten Retscheurauge zu hart.
In diesem Fall sollte man zur manuellen Tonwertkorrektur greifen.
In diesem Bild gut zu sehen, das Histogramm des RGB-Tonwertumfanges. Auf dem Weg zum optimalen Bild zieht man einfach die kleinen Zeiger für die Lichter (helle Töne) auf der rechten Seite (roter Pfeil) genau unter den Anfang des Berges. Genau das sollte man dann auch mit dem linken Zeiger für die Tiefen (dunkle Töne) machen. In diesem Fall nicht nötig, da hier der Berg schon direkt am Anfang beginnt.
Hier nochmal ein besseres Beispiel zur Verdeutlichung der Vorgehensweise. Das erste Bild mit dem Elch kommt direkt von der Kamera und weist einen gut sichtbaren grauen Schleier auf, der auf einen geringen Tonwertumfang hindeutet.
Die Bearbeitung in diesem Fall mit der Tonwertkorrektur. Die beiden Zeiger werden einfach auf den Anfang des Berges gezogen. Den mittleren Zeiger könnt ihr ausser Acht lassen, dieser hellt oder dunkelt das Bild nochmal ingesamt auf oder ab. Dies jedoch an anderer Stelle. Achtung: Behaltet das Bild beim Ziehen der Zeiger gut im Auge, man sollte sich nicht auf die Darstellung des Histogrammes verlassen, sondern immer nochmal das Bild gegenprüfen.
Hier nochmal der direkte Vergleich: Das Bild unten ist nicht korrigiert, quasi jungfräulich von der Kamera.
Bild unten: Nach der Bearbeitung mit der Auto- Tonwertkorrektur.
Wer den Unterschied nicht sieht darf diese Seite sofort schliessen und sich auf dem direkten Wege zum Augenarzt begeben. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 5. Gradationskurven Def. lt. Wikipedia: Manche Software zur digitalen Bildbearbeitung bietet als Hilfsmittel an, Bilder mit Hilfe einer Gradationskurve zu verändern. Dabei kann zeichnerisch eine Beziehung zwischen den Eingangswerten der Bilder (oder einzelner Kanäle) und dem Rechenergebnis entworfen werden. Mögliche Anwendungen sind die Anhebung der Kontraste in den Schatten und Lichtern oder eine negative Darstellung des Bildes (Umkehr der Werte). Einfach gesagt, Gradationskurven bieten die Möglichkeiten, das Bild im gesamten aufzuhellen oder zu verdunkeln. Durch die Ansteuerung der einzelnen Farbkurven können auch Korrekturen innerhalb der einzelnen Farben des additiven Farbmodelles (RGB) vorgenommen werden. Dies sollt hier aber nicht verdeutlicht werden und würde den Umfang sprengen.
Durch Ziehen der Kurve nach Links hellt das Bild auf. Achtung: Bild dabei gut beobachten!
Durch Ziehen der Kurve nach Rechts dunkelt das Bild ab. Achtung: Bild dabei gut beobachten!
Faustregel: Überbelichtet Bilder sind sehr hell. An den hellsten Stellen sind meist keine Farbinformationen vorhanden. Das heißt, Pixel in diesem Bereich sind weiss. Diese Pixel können nicht mehr abgedunkelt werden, da keine Farbinformation zum verändern vorhanden ist. Unterbelichtete Bilder sind sehr dunkel. In den unterbelichteten Bereichen sind die Pixel meist in sehr dunklen Farben. Aus diesen Pixeln können noch Farbinformationen erhalten werden, d.h. das Bild kann aufgehellt werden. Fazit: Überbelichtet Bilder sind meist verloren. Hier ein Beispiel für ein überbelichtetes Bild, welches trotzdem einen stimmigen Gesamteindruck hinterläßt. Im Hintergrund sieht man wie der Horizont in weiß verläuft.
6. Farbsättigung Def: lt Wikipedia: Die Farbsättigung, Sättigung ist, neben Farbton und Helligkeit, eine der drei vom Menschen als grundlegend empfundenen Eigenschaften einer Farbe. Sie beschreibt die Qualität der Farbwirkung. Die Funktion der Sätting sollte nicht in jedem Fall angewendet werden. Nur dann, wenn die Aufnahmen z.B. durch schlechtes Wetter sehr mau wirken oder wenn die Kamera selbst sehr flaue Farben produziert kommt die Funktion zum Einsatz.
Auch sollte der Einsatz stets sehr Maßvoll erfolgen. Eine +10 (roter Pfeil) wie im Beispiel gezeigt, stellt schon das Maximum dar und ist selbst für dieses Bild schon übertrieben. Gerade die Rottöne im Gesicht neigen sehr stark zum ausbrechen, so dass man jemandem aud die Schnelle einen derben Sonnenbrand verpassen kann.
7. Unscharf maskieren Der letzte Punkt in Sachen Bildbearbeitung ist das unscharfe Maskieren des Bildes. Hier wird dem Bild noch das letzte Quäntchen Schärfe verpasst. Durch die vorherige Verkleinerung des Orgininalbildes geht meistens Schärfe verloren, die hier wieder hineingebracht werden kann. Darum sollte dies auch stets zum guten Schluss erfolgen.
Und wieder, der maßvolle Umgang mit diesem Tool zeigt sich später in der Qualität des Endprodutes. Diese Funktion eignet sich nicht dazu ein unscharfes Bild der Kamera zu reparieren. Der Radius sollte1 Pixel nicht überschreiten, an der Stärke kann man manchmal noch was drehen.
8. Bildumrahmung Mit der Bildumrahmung gibt man seinem Bild noch den letzten Schliff und kann sodas Endprodukt noch ein wenig mehr betonen. Hier soll jetzt ein 2 Pixel breiter schwarzer Rahmen um das Bild erzeugt werden. Wichtig bei der Erstellung des Rahmens ist die vorherige Einstellung des Farbwahlreglers. Man sieht ihn rechts unten, das schwarze und weisse Quadrat im Bild. Schwarz ist in diesem Fall Hintergrundfarbe und weiss die entsprechende Vordergrundfarbe. Diese Farben können selbstverständlich durch Klick auf das jeweilige Quadrat abgeändert werden. Wichtig für die Erstellung des Rahmens ist hier nur die Hintergrundfarbe, in diesem Fall schwarz wie gewünscht
Die Grundeinstellung der Masseinheit bei Photoshop ist Zentimeter, diese muss bei Breite und Höhe in Pixel abgeändert werden.
Nun werden die erforderlichen Pixel für den Rahmen addiert, in diesem Fall 4 Pixel in Breite und Höhe, bedeutet 2 Pixel für jede Bildseite. Wichtig sit auch der Punkt Position, dieser muss bei einem allseitig umlaufenden Rahmen mittig stehen.
Und fertig,dem Bild wurde ein schicker schwarzer Rahmen verpasst. Bei den Rahmen sind den gestalterischen Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Doppelrahmen, breite Zierrahmen, der Vorgang kann mit der gewünschten Farbe beliebig wiederholt werden. Jedes mal wird ein Rahmen addiert, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.
9. Für Web speichern Wichtigster Abschluss der Arbeiten in Photoshop ist das "für Web speichern". Das Bild ist noch viel zu groß um es im Internet vernünftig verwenden zu können. Die Funktion verkleinert das Bild entsprechend und hält alle vorgenommenen Änderungen fest.
Die Auswahlmaske zeigt alle wichtigen Einstellungen zum Speichern eines JPGs. Fotos sollten grundsätlzich als jpg gespeichert werden. Das Dateiformat .gif wird bei Logos, Schriftzügen und bei Bildern mit transparenten Hintergründen verwendet. Dies soll uns hier aber nicht interessieren. Das unten stehende Bild zeigt deutlich die Verkleinerung der Dateigröße um mehr als das 10-fache (rote Pfeile). Die Qualität von ca. 60 hat sich bei 700 Pixeln breiten Bildern als vernünftiger Faktor erwiesen. Weniger Qualität bedeutet hier auch ein Verlsut von Bildinformationen der nicht erwünscht ist. Die erzeugte Datei ist mit einer Größe von 82kb genau passend für die Darstellung eines Bildes im Internet. Größere Dateien benötigen längere Ladezeiten der Internetseite die nicht erwünscht sind. Als maximale Dateigröße sollte ein Wert von 150 kb nicht überschritten werden, je nach Größe des Bildes und der Menge der enhaltenen Bildinformationen.
Achtung: Die erzeugte Datei muss unbedingt einen anderen Namen als das Original erhalten. Wird einfach mit dem gleichen Namen übergespeichert, gehen alle Informationen der Orginaldatei unwiederruflich verloren. Hier hat sich der Namenszusatz _web als gute Wahl ergeben, da im Nachhinein die verkleinerte Version von der Orginal - Version unterschieden werden kann. Wer dann noch seine Internetbilder in einem Unterordner zu den Bildern der Kamera mit dem Namen "web" speichert, ist bestens sortiert und wird nie Probleme haben Bilder wiederzu finden.
So kann es dann aussehen. Bei ca. 15.000 Bildern pro Jahr mit ca. 50Gb braucht man schon eine gewisse Ordnung, sonst findet man nichts wieder.
10. Bilder ins Internet hochladen Es empfiehlt sich grundsätzlich nicht eine der nachfolgenden Upload - Seiten wie imageshack.us oder imagesup.de zu verwenden. Man verliert schliesslich gewisse Rechte an seinen Bildern. Besser ist die Verwendung einer eigenen Internetseite mit dazugehörigen Server. Nur so kann man genau festlegen was gezeigt werden soll und was nicht. Ein weiterer Nachteil der Upload - Seiten ist die zeitlich begrenzte Verfügung des Linkes. Also einem Freund mal eben die besten Bilder aus dem letzten Jahr zeigen kann man getrost vergessen. Man sollte immer bedenken: "Das Internet vergisst nie!" Die nachfolgende Bild ist selbsterklärend, hochladen und fertig!
Alle Links die im folgenden Bild gezeigt werden kann man getrost vergessen. Wichtig ist nur der Link mit der orangen Umrandung. Kopiert man diesen Link in seinen Browser wird dort das Bild angezeigt, ohne Werbung, ohne Einblendungen etc. Diesen Link sollte man sich gut speichern, am besten in die Favoriten o.ä. Will man das Bild in nun ein einem Forum zeigen, muss der Link lediglich mit der Img - Funktion verbunden werden. Also: [img]http://......jpg[/img] Fertig
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