Auf dem Weg zum perfekten Jerkbait-Finish
Dieser kleine Feldversuch wurde
dann aber leider abrupt mit dem
Versagen der Multirolle beendet und es ging in Enters Werkstatt. Dort
hat er mir einen umfassenden Einblick in seine
Jerkbait-Lackierkünste gewährt, während wir
gemeinsam
einen Jerk gestalteten.
An diesem Nachmittag habe ich viele Erfahrung gewonnen, die ich jetzt
mit Euch teilen möchte:
Der Jerk war bereits
ausgebleit, mit Ösen versehen und
grundiert. Als erstes bekam er eine weiße Grundfarbe und an
der
Unterseite einen neonorangenen Anbisspunkt.
Nach einer kurzen Trockenphase, die wir mit einem Schluck
kühlen
Weizenbier überbrückten, wurde ein Netz über
den
Köder gelegt.


Jetzt wurde eine Pappschablone zurechtgeschnitten, damit die Flanken vom Sprühnebel verschont bleiben. Und ab gings, in die ‚Lackierkammer’ auf dem Balkon. Dort wurde die Schablone mit Bleien auf dem Köder fixiert.

Das Sprayen erfolgte mit ruhiger Hand und in gleichmäßigen Zügen. Köder und Schablone wurde gewendet und noch mal besprüht. Die Kunst ist es, nicht zu viel Farbe aufzutragen, aber eben genau so viel, dass sie ordentlich deckt.

Jetzt musste das Netz, solange die Farbe noch nass war, vom Köder entfernt werden, damit die Konturen nicht verwischen. Erneut kam der Jerk zum Trocknen auf die Leine.

In der Zwischenzeit begann Enter ein paar passende Augen zu Basteln. Dafür zeichnete er auf eine Hologlitzerfolie Kreise, die genau den Innendurchmesser einer CD haben und schnitt diese sorgfältig aus. Anschließend klebte er mittig kleine rote Punkte auf, und fixierte diese mit einem Stückchen Tesafilm, der wieder sauber rundum abgeschnitten wurde.

Das Auge wurde dann auf den inzwischen angetrockneten Jerk geklebt. Mit dem Griffstück einer Schlüsselfeile wurden alle Luftreste oder Falten rausgewalzt.

Zu guter Letzt gings wieder in den Lackierraum um den ganzen Jerk mit einer Schicht Klarlack zu versiegeln.

Bis zum Epoxyauftrag muß der Köder jetzt wenigstens 12h durchtrocknen.

Alles in allem hat das Ganze höchstens eine Stunde gedauert, wobei die meiste Zeit für die Zwischentrocknungen draufging, welche wir aber sehr gut zu nutzen wussten. Das Ergebnis ist ein, in meinen Augen, nahezu perfekter Jerk, der keine Vergleiche scheuen muß!
An dieser Stelle
möchte ich mich nochmals herzlich bei Enter
bedanken, dass er uns so großzügig einen umfassenden
Einblick in seine Bastelkünste gewährt hat. Ich freue
mich
auch schon auf seinen Gegenbesuch, wo wir dann unsere Jerks an einem
hechtreichen Brandenburger Gewässer testen werden.
(Bericht: Christian aka godfather, Barschalarm)

