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Jenzi Bellyboot

Jenzi Bellyboot

Beim ersten mal da tut nichts weh...

..sagte mal einer...
Deswegen war ich frohen Mutes und marschierte mit meinem neuen Belly sogleich an ein Gewässer, das eigentlich direkt neben meinem Garten liegt.
Zum Ausprobieren sollte es reichen.
Nun aber mal vom Anfang an...
Meine ganzen Versuche, irgendwo ein günstiges Schlauchi abzugreifen scheiterten entweder an meinen zu hohen Anforderungen oder an meinem zu niedrigen Budget.
Deswegen entschloss ich mich endlich, den Schritt zum Kleinstboot zu wagen, dass man mit der eigenen Muskelkraft bewegen muss.
Bei meinem derzeitigen Körpergewicht und meiner jetzigen Passion des "Diätens" kommt mir dieser Umstand außerordentlich zu Hilfe.

Hier steht der Delinquent noch im eigenen Hof und freut sich diebisch auf das was da kommen soll.
Der große Vorteil der ganzen Sache ist hier gut zu erkennen.

Ohne große Mühen lässt sich das kleine Wassergefährt von A nach B transportieren.
Die Köder können in die dafür vorgesehenen Seitentaschen integriert werden. Eine Hand trägt die Rute, die nicht allzu lang sein braucht und die andere Hand trägt den nötigen Proviant.

Der Slipvorgang beträgt wenige Sekunden und kann eigentlich von Jedermann gemeistert werden.

Vor dem Ablegen sollte man seine Plätze für das jeweilige Tackle so wählen, dass man schnell und ohne große Umstände das Wichtigste erreicht.
Überprüfen sollte man auch, dass man nicht vor lauter Aufgeregtheit etwas am Ufer liegen lässt.
Eine wasserdichte Box für Handy und Angelpapiere war auch on Board.

Ich hätte mich auch für eine andere Bootsfarbe entscheiden können. Ich finde aber das "Rot" gar nicht so schlecht.
Ist man doch in Gefahrensituationen besser sichtbar als in Tarnfarben.
Der Boden des Bootes ist hellgrau, dürfte also weniger Scheuchwirkung haben wie die auffällige Oberfarbe.

Einige Sachen werden sich noch einspielen, wie das Manövrieren, Ankern usw.
Aber ein Meister ist noch nicht vom Himmel gefallen und üben macht ja bekanntlich erst den Meister.

Hier ist die Sitzposition noch auf "bequem" gewählt. Macht sich aber beim Fischen nicht allzu gut. Wurde auch beim zweiten Anlauf am Nachmittag geändert und für praxistauglicher befunden.
Beim Antrieb muss ich auch noch nachbessern. Dort werde ich mir irgendwann mal richtige Taucherflossen holen, die den Vortrieb doch verbessern werden.
Mit den Jenzi Flossen kann man aber erstmal getrost großen Spaß haben, mit anschließendem leichtem Muskelkater am nächsten Tag.
Ist irgendwie wie Fahrradfahren rückwärts.

Handybild mitten auf dem See.
Eine wasserdichte Hülle für die Cam wird wohl erstmal günstiger sein, als die schon ins Visier gefasste wasserdichte Kamera.

Nun tauchen bestimmt schon Fragen nach den Fängen des ersten males auf. Na klar fängt der gleich...
Einen Hecht von ca. 60cm auf einen Miniköder beim Dropshotten nach dem 7. Wurf, der in mir ganz kurz die Hoffnung auf den Barsch meines Lebens weckte.
Am Vormittag dann nicht einen Fisch auf alle erdenklichen Gummiköder.
Der Nachmittag sollte dann noch zwei ganz ordentliche Barsche bringen, die aber mit dem Handy fotografiert nicht meinen Ansprüchen genügten

Sie wollten schnell geführte Wobbler…gefangen haben nur die Modelle von "Ugly Duckly" in Miniformat Dekor Weißfisch.
Zeigt also, dass sich die Raubfische in meinen Kleingewässern sich erstmal der Brut widmen.

Gesichtet wurden von mir dort etliche Schwärme mit kapitalen Rotfedern.
Denen werde ich beim nächsten mal mit der Fliegengerte und der Trockenfliege zu Laibe rücken.
Denn das ist es was mich dazu bewegt hat, diesen Schritt zu wagen.

Willi fährt jetzt Bellyboat.

(Bericht: wm66)

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