Softjerkmontage (samt Bellyweight)
In den
USA fischen viele Raubfisch-Angler mit Gummiködern am
Offset-Haken, die sie dann variantenreich durchs Wasser jerken oder
twitchen
(auf deutsch: to jerk = rucken oder to
twitch = zupfen). Gerade
in flachen, hindernisreichen oder verkrauteten Gewässern gibt
es keine bessere
Methode, um die Räuber an den Haken zu bekommen, ohne einen
Köder nach dem
Anderen zu versenken. Die Führung ist relativ einfach: Dem
Softjerkbait wird
mit kurzen Rucken über die Rutenspitze Leben eingehaucht, so
dass dieser hilflos
wie ein angeschlagenes Fischchen von einer Seite zur anderen zuckt. Die
Führung
kann man sich sehr gut im Flachwasser vor seinen Füssen
anschauen (oder zum
Einstieg als Viedeoclip)
und man kriegt so schnell
raus, wie der Softjerk auf die verschieden Schlagintensitäten
reagiert. Zum
Twitchen, bzw. Softjerken braucht man keine spezielle
Ausrüstung, lediglich
eine kurze Rute (bis 2,10 Meter) ist hilfreich, da die Schläge
am Besten
seitlich nach unten ausgeführt werden.
Bleibt eigentlich nur die
häufig gestellte Frage, wie man Softjerkbaits
anködert, so dass sie optimal laufen. Am Beispiel des 7"
Shad von Bass Assassin
zeige ich euch, wie es geht. Der im Video
gezeigte Köder
ist genauso montiert, wie hier beschrieben.
Für die Montage des 7"
Shads als Softjerkbait benötigen wir folgende
Teile: 7" Shad, Texposer Pro Grade Offset-Haken 4/0
oder 5/0,
ein Belly Weight
(auf deutsch: Bauch-Gewicht).

Als erstes sticht man den Offset-Haken mittig in die Spitze des Köders ein. Nun führt man den Haken nach unten wieder aus dem Köder heraus. Ein kleiner Anhalt: Sobald der Widerhaken im Gummi verschwindet, muß auch die Hakenspitze wieder austreten.

Jetzt wird der Offset-Haken einfach bis zum
Hakenöhr durchgeschoben.

Anschließend drehen wir den Haken um 180° und können schon erkennen, wo die Hakenspitze wieder austreten muß.

Bevor wir den Offset-Haken durchstechen, muß aber noch das Belly Weight montiert werden. Zuerst schiebt man den Gummiring auf den Hakenschenkel gefolgt vom Belly Weight. Das Bleigewicht wird anschließend mit dem Gummi fixiert - fertig.

Nun legt man den Haken in den Schlitz auf der Unterseite des 7" Shads. Wo das äußerste Ende des Hakenbogens zu sehen ist, muß später die Hakenspitze durchgestochen werden (siehe Pfeil). Für den Anfang ist es hilfreich, sich diese Stelle mit einem Stift zu markieren. Mit ein bißchen Übung klappt es später auch so.

Hier kann man noch mal sehr gut den Schlitz auf der Unterseite des Köders erkennen, der typisch ist für alle Softjerkbaits. Er dient in erster Linie dazu, dass der Haken nach dem Anhieb "genug Platz nach oben hat", um sicher im Fischmaul zu fassen.

Jetzt wird der Haken durch den Softjerk geführt. Dabei muß man den 7" Shad ordentlich verbiegen, aber zum Schluß sitzt er gerade auf dem Offset-Haken.

So soll es aussehen: Der 7" Shad sitzt gerade auf dem Offset-Haken. Die Position des Belly Weights ermöglicht übrigens unterschiedliche Laufverhalten. Hier sollte man ruhig ein wenig Herumprobieren, um den Lauf zu optimieren. Schiebt man das Belly Weight z.B. nach vorne, sinkt der Shad etwas kopflastiger.
So montiert kann man den 7" Shad auch durch dichtes Kraut, Seerosen oder Gehölz führen.

Für alle, die auf Nummer sicher gehen möchten: Es ist kein Problem, einen Zusatzdrilling zu montieren. Der Stinger wird dazu einfach mit in den Karabiner eingehängt und der Drilling sollte auf der Unterseite eingestochen werden, um den Lauf nicht zu beeinträchtigen. Wir empfehlen übrigens HardMono oder Titanium als Vorfach-Material, da man so deutlich weniger Verwicklungen mit dem Vorfach hat.

(Bericht: Andreas Ernst, AS-Tackle)

