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Stingermontage bei Großködern

Titanium_Stinger_Montage

Große Gummiköder wie der Bullfrog x-long oder auch große Shads werden nicht nur zum Werfen benutzt, sondern auch erfolgreich als Schleppköder eingesetzt. Diese Köder bieten den Räubern recht viel Angriffsfläche, so dass ein einzelner Jig nicht ausreicht, um den Fisch sicher zu haken. Deshalb benutzt man so genannte Stinger. Zusatzhaken, meist Drillinge, die am Gummikörper des Köders angebracht werden, um möglichst viele Bisse verwerten zu können.

Noch nicht allzu lange her propagierten Gummihändler eine Montage, bei der ein Drilling am Stahlvorfach mit Hilfe einer Ködernadel durch den Körper gezogen wird. Diese Montage ist nicht empfehlenswert, da es zum Teil zu Einbußen der Beweglichkeit führt aber vor allem deshalb, weil Hechte den Köder meist nach einem Drill zerstören.

Wesentlich einfacher ist ein System, bei dem 2 Drillinge an beiden Seiten des Köders eingesteckt werden. Das Stahlvorfach verläuft außen am Gummi. Nachteil: Die Drillinge stecken zum Teil im Köder, dadurch greifen sie nicht so schnell wie freihängende Haken, wie zum Beispiel die, eines Wobblers. Um die maximale Bissausbeute zu erzielen, sollten die Drillinge unterhalb des Köders freihängend befestigt werden. Dazu wird ein Stück Draht oder der Schenkel eines Wurmhakens mit in die Öse des Vorfachs gequetscht. Das Stückchen Draht wird von unten in das Gummi gesteckt, so dass der Haken frei hängen kann.

Der Einsatz von singelstrand Titanium vereinfacht die freihängende Montage extrem! Ein langes Titanvorfach ist recht flexibel aber ein kurzes Stück des Materials ist sehr steif. Und genau das machen wir uns zu Nutze. Wir quetschen das Drillingssystem genau so wie das oben erwähnte System, jedoch werden die Enden des Titans nicht an der Quetschhülse abgeschnitten, sondern mit einer Überlänge gequetscht.





Dieses Endstück hinter der Hülse sollte je nach Ködergröße 2-4 cm betragen. Bei der Länge ist das Material sehr steif und kann nur einfach in das Gummi eingesteckt werden. Neben 2 Drillingen, 3 Quetschhülsen, ein bisschen Titanium und einer Quetschzange werden keine weiteren Komponenten benötigt! Erfahrungsgemäß sollte kein zu leichtes Titan verwendet werden. Stärken von 30-50 lbs haben sich bei uns bewährt (70 lbs Titan ist nicht geschmeidig genug, um als Stinger verwendet zu werden).





Bei dieser Montage wird im Drill der Haken aus dem Köder gezogen, was einige Vorteile hat:

- Der Fisch schlägt nicht mehr gegen den Köder und zerstört ihn nicht so schnell.
- Der Drilling kann schneller im Rachen des Fisches gelöst werden, da das Gummi nicht den Weg versperrt.
- Der Fisch kann den Haken am freien System schlechter aushebeln.

 

(Bericht: Christoph, www.mybait.de)

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